Setsubun, das Frühlingsfest 節分
- Veröffentlicht am : 14/03/2017
- Von : R.Z.
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Bohnen und Dämonen
Setsubun istdas Fest zum Frühlingsanfang. Jeden 3. Februar werden in Japan die bösenGeister vertrieben, indem man magische Bohnen auf einen personifizierten Dämonwirft! In Kyoto vollführen Geishas dieses berühmte Ritual.
Am 3. Februar,der nach dem alten, aus China stammenden Kalender den Beginn des Frühlingsdarstellt, feiert man in Japan die Wiederkehr der angenehmen Jahreszeit miteinem nicht nur symbolischen Hausputz: dem Setsubun-Fest.Zu diesem Anlass werden die Dämonen verjagt, die sich im Winter im Hausniedergelassen haben könnten. Wie genau? Durch das Mame Maki, das Bohnenwerfen, bei dem man eine überlieferteZauberformel ruft: „Oni wa soto! Fuku wa uchi!“ - Dämonen hinaus! Glückherein!.
Danach steht dann meist das weniger symbolische Fegen derherumliegenden Bohnen an.
Geishas und Dämonen
Viele Tempel und Schreine organisieren zu dieser Zeitbesondere Festlichkeiten. Im Schrein Yasaka-Jinja stehen die Geishas im Mittelpunkt,während im Yoshida-Schrein die größte Feier der Stadt organisiert wird.Gläubige lassen hier Wunschhölzer, Amulette und persönliche Gegenstände ineinem riesigen Feuer in das Reichder Geister übergehen, während Shinto-Priester ein Ritual der Reinigung vollziehen´.
Im Kitano Tenman-gu und im Heian-jingu setzt man auf die Kraft derKomödie und führt Stücke des Kyôgen und traditionelle Tänze auf. Im Rozan-jifindet der berühmte Tanz der Dämonenstatt (Oni Odori) mit grotesken Kostümen und Bewegungen.
Während in Kyoto Geishas Teil der Feierlichkeiten sind, istes in Tokyo üblich, VIPs aus Politik, Sumo-Sport oder Fernsehen zumBohnenwerfen einzuladen. In Nara wiederum wird das Setsubun im Kerzenschein begangen.
Frühlingssushi
Am 3. Februar werden in ganz Japan fukumame (Glücksbohnen)geworfen... und dann gegessen! Denn nachdem Brauch soll man an diesem Tag ebenso viele Bohnen in seinen Magenbefördern, wie man bereits Jahre auf der Welt ist, und sogar noch eine mehr,für Gesundheit und langes Leben im neuenJahr. In Tokio bekommt man die Bohnen so ziemlich überall, aber die Boutique Mamegen (in Azabujuban) hat sich darauf spezialisiert undverkauft sie in langjähriger Tradition seit 1865.
Ein weiterer Brauch zu Setsubun besteht darin, ein langes Futomaki zu essen (großeSushirolle, die mit getrockneten Nori-Algen umwickelt und rohem Fisch undGemüse gefüllt ist), dass an diesem Anlass ehômaki genannt wird, während mansich der Richtung zuwendet, welche in diesem Jahr als glückverheißend gilt.
Am Abend leuchten überall in der Stadt Freudenfeuer, welche das Ende des vergangenen Jahres und den Beginndes Frühlings anzeigen.
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